Korrekte Druckdaten sind die Voraussetzung für ein optimales Druckergebnis

Kleine Fehler in den Druckdaten können dazu führen, dass Ihr Produkt am Ende sehr unprofessionell aussieht. Deshalb haben wir hier für Sie die häufigsten Fehler bei der Erstellung von Druckdaten im Überblick. Sie sind ganz einfach zu vermeiden.

  1. Fehlerquelle: Die Auflösung

Einer der häufigsten Fehler bei der Erstellung von Druckdaten ist die zu geringe Auflösung von Bildern. Ein Bild, das am Bildschirm mit einer Größe von fünf auf fünf Zentimetern scharf erscheint, ist in derselben Größe nur ein unscharfer und verpixelter Druck.

Eine grobe Richtlinie für die Auflösung (dpi=dots per inch=Pixel pro Zoll) ist zum Beispiel 300 dpi für Fotos, Bilder und Grafiken oder 1200 dpi für sogenannte Strichbilder, z.B. Texte mit einer geringen Schriftgröße oder eine Zeichnung.

  1. Fehlerquelle: Randabstand und Beschnitt

Platzieren Sie Inhalte mindestens drei Millimeter vom Rand des Endformates entfernt. Bei Produkten mit Wire-O-Bindung, zum Beispiel einer Broschüre, sollten Sie mindestens 20 Millimeter Randabstand einhalten auf der Seite, die nachher gebunden wird.

Der Beschnitt ist eine Zugabe von einigen Millimetern zum eigentlichen Endformat. Die Druckdatei hat also eine größere Abmessung als Ihr Endprodukt. Die Beschnittzugabe dient dazu, sogenannte Schneidedifferenzen auszugleichen, also falls das Produkt leicht versetzt beschnitten wird.

Legen Sie den Beschnitt immer in der Hintergrundfarbe des Produkts an oder achten Sie darauf, das Bilder bis in den Beschnitt hinausgehen. Dadurch vermeiden Sie sogenannte Blitzer. Die Menge des Beschnitts variiert je nach Produkt: Standard sind zwei Millimeter, für Prospekte empfehlen sich fünf Millimeter, für Briefumschläge nur einer. Fragen Sie Ihren Dienstleister nach seiner Empfehlung.

  1. Fehlerquelle: Der Farbmodus

Es gibt zwei verschiedene Farbmodi, die Sie kennen sollten: RGB und CMYK. RGB (kurz für Rot, Grün, Blau) ist häufig die Grundlage für die Bildbearbeitung und der Farbmodus, in dem Digitalkameras Bilder abspeichern. CMYK steht für die Farben Cyan, Magenta, Yellow (Gelb) und den Schwarzton (Key) und wird für den Druck verwendet.

Einige RGB-Farbtöne wie zum Beispiel stark gesättigtes Grün oder leuchtendes Blau können in CMYK nicht abgebildet werden. Es käme also zu Abweichungen im Druck. Deshalb ist es sinnvoll, dass Sie Ihre Bilder vor dem Druck in CMYK umwandeln oder direkt so anlegen.

Fragen Sie Ihren Dienstleister auch nach dem richtigen Farbprofil. Für die Konvertierung Ihrer Bilddateien oder für Ihr Layoutprogramm stellen Dienstleister meistens Farbprofile zur Verfügung. Damit können Sie sicherstellen, dass die Farben, die Sie anlegen, nachher auch gedruckt so aussehen.

Vorschlag Infokasten: Was heißt eigentlich 4|0-farbig? Einfach erklärt an einigen Beispielen: – 4|4-farbig: Vorder- und Rückseite sind vierfarbig (CMYK) bedruckt. – 4|1-farbig: Vorderseite wird vierfarbig, Rückseite nur einfarbig bedruckt. – 4|0-farbig: Vorderseite wird vierfarbig bedruckt, Rückseite bleibt ohne Druck. – 5|0-farbig: Vorderseite wird fünffarbig bedruckt (z.B. vierfarbig + Sonderfarbe Gold), Rückseite bleibt ohne Druck.

Weitere Tipps für die Erstellung von Druckdaten

  • Setzen Sie Linien nicht zu schmal – mindestens 0,25 pt (0,09 mm) Linienstärke sind angebracht!
  • Vergessen Sie nicht, Hilfslinien auszublenden oder zu löschen, bevor Sie die Datei als Bild speichern.
  • Konvertieren Sie Schriften entweder in Pfade oder betten Sie die Schriften ins Dokument ein, damit es keine Probleme mit dem Schriftbild gibt.
  • Benutzen Sie zum Speichern der Druckdaten geschlossene Dateiformate, die nicht mehr bearbeitbar sind wie PDF, JPG oder EPS.

Fazit: Überprüfen Sie Ihre Druckdaten vor dem Absenden. Die meisten Druckereien bieten einen Basis-Check bei jeder Bestellung kostenlos mit dazu. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen möchten, nutzen Sie die zubuchbare Qualitätskontrolle, welche Druckereien üblicherweise für eine kleine Gebühr anbieten.


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